Reise nach Danzig und in die Masuren

In einer dreistündigen Führung wurde das vor einem Jahr eröffnete „Museum des Zweiten Weltkriegs“ besucht. Daran schloss sich ein Besuch der Westerplatte an, wo am 1. September 1939, also vor bald 80 Jahren, der Krieg seinen Anfang nahm und die heute für die Polen ein Symbol des Widerstands gegen Nazideutschland wurde. Beeindruckend und bedrückend zugleich gestaltete sich der Besuch des ehemaligen Lagers Stutthof 37 km südlich der Stadt, das nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht zunächst Zivilgefangenenlager der Danziger Gestapo wurde und bald danach zum Konzentrations- und schließlich ab 1944 zum Vernichtungslager ausgebaut worden war.
Von Nikolaiken aus gab es Tagesfahrten mit einem Besuch des legendären Hitlerbunkers „Wolfsschanze“ bei Rastenburg, einer Besichtigung des alten Gutes der Familie Dönhoff. Eine ausgiebige Schifffahrt von Nikolaiken nach Lötzen (dort sah man sich auch die Stadt näher an) auf den Masurischen Seen (Talter See, Jagodner- und Löwentinsee) und durch die sie verbindenden Kanäle, eine Bootstour auf der idyllischen Krutynia und eine Fahrt durch die Johannisburger Heide – mit einer Besichtigung des Geburtsortes des Dichters Ernst Wiechert - vermittelten bleibende Eindrücke von der schönen Landschaft Masurens.