Skip to main content Skip to page footer

Nachruf Mikołaj Mróz

Autor: mib | | Aktuell

Lüdinghausen/Nysa  Prälat Mikołaj Mróz, emeritierte Pfarrer der Basilika in Nysa und Ehrenbürger der Lüdinghauser Partnerstadt, ist am vergangenen Freitagabend im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Diese traurige Nachricht erreichte viele seiner Bekannten in Lüdinghausen, mit denen er seit über 40 Jahren freundschaftlich verbunden war.

Pfarrer Mróz war einer der Ideengeber und Wegbereiter bei der Entstehung der Städtepartnerstadt zwischen Nysa und Lüdinghausen. 

Pfarrer Günther Grothe, Margret Kopmeier und Christel Albers von der Pax Christi Bewegung hatten bereits 1985 mit Bischof Alfons Nossol aus Oppeln, ein Förderer der Völkerverständigung, zwecks Partnerschaft Kontakt aufgenommen. Der schlug Mikołaj Mróz vor, der sehr gut Deutsch sprach und Pfarrer der Basilika in Nysa werden sollte. Dieser sagte sofort zu, dass er das Anliegen, eine Städtepartnerschaft zu gründen, unterstützen werde. So entstand 1986, noch während der Zeit des Kommunismus in Polen, der erste Vertrag mit Bürgermeister Josef Holtermann. Durch seine Verbindung zu Josef Holtermann entstand erst 1987 sein Kontakt zum damaligen Bürgermeister von Nysa. Der Partnerschaftsausschuss im Pfarrgemeinderat St. Felizitas, mit Peter Kopmeier, Christa Holtmann, Ursula Hölper, sowie Maria Edelbusch für Taverny, intensivierte die  Kontakte auf kirchlicher Ebene. Kontakte bestanden bereits zwischen dem Gymnasium Canisianum und dem Carolinum in Nysa.

Zusammen mit Pfarrer Grote, Bürgermeister Josef Holtermann und Karl-Heinz Kocar war Prälat Mróz an der Gestaltung der Partnerschaft zwischen den beiden Städten beteiligt, deren Gründung 1992 in Nysa und ein Jahr später in Lüdinghausen unterzeichnet wurde. Einig waren sich die Vertreter aus Lüdinghausen, dass ohne den großen Einfluss der Kirche die Partnerschaft kaum zustande gekommen wäre.

Vielen Besuchern aus Lüdinghausen hatte Mróz, der 2021 in den Ruhestand ging, immer gerne seine Kirche und die vielen Schätze im benachbarten Turm gezeigt. Auch auf Wallfahrten begleitete er Bus- oder Motorradpilger in viele schlesische Wallfahrtsorte.

„Mikołaj Mróz war ein Mann, der stark mit der Städtepartnerschaft verbunden war. Letztmalig haben wir uns bei der 800-Jahrfeier von Nysa 2023 persönlich getroffen“, sagte Karl-Heinz Kocar, langjähriger Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, die 1997 gegründet wurde.

Die Beerdigungsfeierlichkeiten für den Verstorbenen beginnen am kommenden Freitag, 6. Februar, mit einem Trauerzug mit dem Sarg von der Kirche Mariä Himmelfahrt zur Basilika St. Jakobus, wo eine Trauermesse gehalten wird. Nach der Trauermesse unter Leitung von Bischof Andrzej Czaja in der Basilika, die am Samstag, 7. Februar, um 11.00 Uhr beginnt, wird der Sarg in der Krypta der Kirche beigesetzt.

 

 

 

Wróć
Nachruf Mikołaj Mróz, Bild  © K-H. Kocar
Bild © K-H. Kocar