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Die Deutsch-Polnische Gesellschaft trauert um Joachim Witt

Seine Sammlung der bibliophilen Insel-Bücher ist nahezu lückenlos. Wenn er jemandem seine Münz-Alben und seine systematische Sammlung von Briefmarken aus aller Herren Länder und aus ganz unterschiedlichen historischen Zusammenhängen zeigte, geriet man unwillkürlich ob seiner detaillierten Kenntnisse ins Staunen.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft trauert um Joachim Witt

Am meisten aber bleibt Joachim Witt sicher den vielen Teilnehmern an einer oder mehreren einwöchigen Reisen nach Polen in lebendiger Erinnerung, die er gemeinsam mit seiner Frau Edith seit 1999 Jahr für Jahr vorbereitet und begleitet hat. Am 17. Oktober 2020 ist Joachim Witt nach langer  Krankheit verstorben. Er wurde 77 Jahre alt.

Der 1943 in Hattingen geborene ehemalige Hauptschullehrer engagierte sich, nachdem er nach Lüdinghausen gekommen war, schon früh für Kontakte nach Polen, zunächst im „Initiativkreis Neisse“. Nachdem im Jahre 1993 die Städtepartnerschaft mit Nysa besiegelt worden war, wirkte er ab 1997 im Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen mit. Zunächst war er deren stellvertretender Vorsitzender, danach kümmerte er sich bis zuletzt um die Finanzen des Vereins.

Joachim Witt war ein geselliger Mensch. Sein Auftreten war herzlich und verbindlich. Das haben nicht nur die Teilnehmer an den Polen-Reisen so empfunden, sondern auch die vielen Gäste der DPG, die sich in einem der Wintermonate das polnische Nationalgericht Bigos schmecken ließen.

„Mit Achim Witt geht ein Stück der von ihm deutlich mitgeprägten Vereinsgeschichte zu Ende“, meinte denn auch Vorstandskollege Lothar Kostrzewa-Kock.