Klassik aus Polen: Konzertabend mit dem "Klaviertrio K" aus Berlin

Kensei Yamaguchi (Piano), Jörg Breuninger (Cello) und Maria Pflüger (Violine) spielen die Partita für Violine und Klavier von Witold Lutoslawski sowie Werke von Mieczyslaw Weinberg und Krzysztof Meyer

Das auf höchstem Niveau musizierende Berliner "Klaviertrio K" gastierte am 15.11.2015 im Kapitelsaal von Burg Lüdinghausen.

Kensei Yamaguchi (Piano), Jörg Breuninger (Cello) und Maria Pflüger (Violine) spielten Werke von Witold Lutoslawski, Mieczyslaw Weinberg und Fryderyk (Fréderic) Chopin.

Programm

Mieczyslaw Weinberg:   Trio op.24

                                       I. Präludium und Arie, II.Toccata, III. Poem, IV. Finale

Fryderyk Chopin:            Polonaise brillante  für Cello und Klavier

Witold Lutoslawski:       Partita für Violine und Klavier

                                       I. Allegro Giusto, II. Ad Libitum, III. Largo, IV. Ad Libitum,

                                       V. Presto - Ad Libitum - Presto

 Fryderyk Chopin:          Klaviertrio g-moll Opus 8

                                      I. Allegro con fuoco, II. Scherzo Vivace, III. Adagio Sostenuto,

                                      IV. Finale Allegretto

Zu den Musikern:

Das Klaviertrio K besteht aus drei Musikern der Berliner Musikszene, die sich beim gemeinsamen Musizieren im Herbst 2014 „getauft“ und zu einem Ensemble zusammengefunden haben, das seitdem beständig sein Repertoire erweitert. Es entstand als eine Art Schnittmenge zweier Kammermusik-Ensembles: Das Duo Pflüger-Yamaguchi gründete sich etwa zur selben Zeit wie das  Epos-Quartett. Es erhielt Preise bei internationalen Kammermusikwettbewerben in Italien.

Maria Pflüger ist seit 1996 Mitglied der 1. Violinen des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Ihr Diplomstudium absolvierte sie in London an der Guildhall School of Music bei Yfrah Neaman und belegte Meisterkurse bei Henry Szering und Tatjana Grindenko. Daran schloss sich ein zweijähriges Studium am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau bei Maja Glesarowa an. Für beide Studienaufenthalte erhielt Maria Pflüger jeweils ein Stipendium des DAAD. Ihr wurden Preise bei Wettbewerben in Vichy (Frankreich), in Finale di Ligure (Italien), in Caltanisetta (Sizilien) und in London an der Guildhall School zugesprochen. Seit 1996 ist sie Primaria im Epos-Streichquartett. Außerdem spielt sie die Solovioline auf der mit einem "Echo" ausgezeichneten CD-Produktion von Hans Werner Henzes „Pollicino“ (erschienen 2003 bei Wergo).

Jörg Breuninger ist seit 1996 als Vorspieler der Cellogruppe Mitglied im RSB. Mit Maria Pflüger spielt er seit 1996 zusammen im Epos-Quartett.

Sein Diplomstudium absolvierte er an der Musikhochschule Karlsruhe (bei Annemarie Dengler-Speermann) und Köln (bei Claus Kanngiesser) und erweiterte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Boris Pergamenschikoff, Wolfgang Boettcher und Valentin Berlinski (Borodin-Quartett).

Der Cellist gewann Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, beim BDI-Wettbewerb sowie dem Illzach-Kammermusikwettbewerb im Streichtrio mit seinen Brüdern und erreichte das Finale bei der Melbourne Chambermusic Competition. Er konzertierte in vielen Kammermusik-Formationen, z. B. dem Epos-Streichquartett, und arrangiert außerdem Stücke für vier Celli, die er gemeinsam mit dem Ensemble „Just four Cellos“ aufführt. Als Kammermusiker ist er regelmäßig in RSB-Konzerten dabei.

Kensei Yamaguchi pendelt als konzertierender Pianist und Kammermusiker regelmäßig zwischen Tokio und Berlin. Neben seiner Konzerttätigkeit erfüllt er einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Universität der Künste in Berlin.

Kensei Yamaguchi begann das Klavierspiel im Alter von fünf Jahren.  Als Zwölfjähriger gewann er den ALL JAPAN STUDENT MUSIC COMPETITION und erspielte sich einen Platz an der Toho-Gauken School of Music in Tokio.

Nach seiner Graduation erhielt er ein Stipendium, um seine Studien an der Universität der Künste in Berlin in der Klavierklasse von Erich Andreas und Pascal Devoyon fortzusetzen.

Kensei Yamaguchi hat an internationalen Solo-Klavierwettbewerben teilgenommen und gewann einen dritten Preis beim Porto International Piano Competition in Portugal(1998), den ersten Preis beim Senigallia International Piano Competition, Italien (1999) sowie den ersten Preis beim Monte Carlo Piano Masters, Monaco (2000)

Als Solist trat er auf mit dem Sinfonieorchester Berlin, dem Monte Carlo Orchestra Philharmonique, dem Orquestra Nacional do Porto, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Tokyo City Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Symphony Orchestra. 

Außerdem konzertiert er regelmäßig als Solist und Kammermusiker in Europa, Japan und den USA.

 

Zum Programm:

Witold Lutoslawski (1913 - 1994), gilt als polnischer "Klassiker der Moderne". Erste herausragende Kompositionen sind die Sinfonischen Variationen von 1938. Nach dem 2. Weltkrieg schlug er sich in Warschau als Pianist durch und spielte mit einem Kollegen im Klavierduo in Cafés.

Seiner 1. Sinfonie verweigerte das stalinistische Polen die Anerkennung, das Werk galt als "formalistisch". Daher schrieb L. zu dieser Zeit Gebrauchsmusik für Rundfunk, Film und Theater, auch Lieder für Kinder. Ab 1960 begann L. mit seiner Dirigententätigkeit.

In den Achtzigerjahren experimentierte Lutoslawski mit dem neuen Kompositionsprinzip der "Chain" ("Kette"). Die zweite Fassung seiner Partita für Violine und Klavier ("Chain II") schrieb Lutoslawski ausdrücklich für die Geigerin Anne Sophie Mutter.

 

Mieczyslaw Weinberg (1919 - 1996), lebte seit 1939, dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen (1939), als polnischer Jude in Moskau. die Oper "Die Passagierin" gilt als W`s Hauptwerk: Es ist die Geschichte einer Auschwitz-Überlebenden, die "ihrer" KZ-Aufseherin nach dem Krieg auf einem Ozeandampfer begegnet. Ansonsten konzentrierte sich Weinberg auf die Komposition von Symphonien und Sonaten.

Weinberg verrät in seinen Kompositionen Einflüsse von Dimitrij Schostakowitsch, Paul Hindemith, aber auch aus der jüdischen Folklore, der Romantik und von Fryderyk (Frédéric) Chopin.

 

Fryderyk (Frédéric) Chopin (1810 - 1849), Sohn eines eingewanderten Franzosen und einer Polin, lebte seit der Niederschlagung eines Warschauer Aufstands durch russische Truppen (1830) in Paris. In ganz Europa galt er bald als berühmter Pianist und Komponist.

Die Musik Chopins fordert einen neuartigen Klavierstil, in dem die Virtuosität ganz im Dienst des poetischen Ausdrucks steht. Dieser Stil zeichnet sich aus durch eine aufgelockerte Satzweise, die Verschränkung von Melodie und Begleitfiguren, eine neuartige Harmonik sowie eine ausgeprägte, vielfach von polnischer Volksmusik inspirierte Rhythmik (Mazurken, Polonaisen).

Chopin war einer der größten Meister des lyrischen Klavierstücks (Nocturnes, Préludes, Impromptus). An Chopins Klavierstil knüpften besonders Franz Liszt, Sergej Rachmaninow und Alexander Skrjabin an.       

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Musiker

 

 

 

 

 

 

 

 

Jörg Breuninger

 

Violoncello

 

 

 

 

 

 

Kensei Yamaguchi

 

Klavier

 

 

 

 

 

 

 

 

auf der mit dem Echo-Preis ausgezeichneten CD-Produktion die Solovioline in „Pollicino“ (Hanz Werner Henze), erschienen 2003 bei Wergo.

 

 

 

Jörg Breuninger

 

Violoncello

 

 

 

 

 

Jörg Breuninger ist seit 1996 Mitglied im RSB. Sein Studium mit Diplom absolvierte er an der Musikhochschule Karlsruhe (Annemarie Dengler-Speermann) und Köln (Claus Kanngiesser) und erweiterte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Boris Pergamenschikoff, Wolfgang Boettcher und Valentin Berlinski (Borodin-Quartett). Der Cellist gewann Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, dem BDI-Wettbewerb, dem Illzach-Kammermusikwettbewerb im Streichtrio mit seinen Brüdern und erreichte das Finale bei der Melbourne Chambermusic Competition. Er konzertierte in vielen Kammermusik-Formationen wie z.B. dem Epos-Streichquartett und arrangiert außerdem Stücke für vier Celli, die er gemeinsam mit dem Ensemble „Just four Cellos“ aufführt. Als Kammermusiker ist er regelmäßig in RSB-Konzerten dabei.

 

Kensei Yamaguchi

 

Klavier

 

 

 

 

 

 

 

Kensei Yamaguchi begann das Klavierspiel im Alter von fünf Jahren.  Als Zwölfjähriger gewann er den ALL JAPAN STUDENT MUSIC COMPETITION und erspielte sich einen Platz an der Toho-Gauken School of Music in Tokio.

 

Nach seiner Graduation erhielt er ein Stipendium, um seine Studien an der Universität der Künste in Berlin fortzusetzen in der Klavierklasse von Erich Andreas und Pascal Devoyon.

 

Kensei Yamaguchi hat an internationalen Solo-Klavierwettbewerben teilgenommen und gewann einen dritten Preis beim Porto International Piano Competition in Portugal(1998), den ersten Preis beim Senigallia International Piano Competition, Italien (1999), sowie den ersten Preis beim Monte Carlo Piano Masters, Monaco (2000)

 

Als Solist trat er auf mit dem Sinfonieorchester Berlin, dem Monte Carlo Orchestra Philharmonique, dem Orquestra Nacional do Porto, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem  Tokyo City Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Symphony Orchestra. 

 

Außerdem konzertiert er regelmäßig als Solist und Kammermusiker in Europa, Japan und den USA