Lauftreff Lüdinghausen zu Besuch in Nysa

7. – 10. Mai 2019

Mehr als nur ein Sporterlebnis

„Wenn Sie im kommenden Jahr wieder nach Nysa kommen, werden Sie ein ganz anderes Stadtbild vorfinden“, sagte Bürgermeister Kordian Kolbiarz, als er das Team des Lauftreffs Lüdinghausen vor der Rückreise nach Deutschland im Rathaus von Nysa am Montagmorgen empfing und als Dank für den Besuch und die Teilnahme am Stadtlauf „Bieg Nyski“ Geschenke überreichte. Dabei betonte er die gute Freundschaft der Sportler beider Städte . Bereits zum fünften Mal nahmen die Lüdinghauser Läufer am „Bieg nyski“ teil.

Fotos © DPG Lüdinghausen

Nach der rund elfstündigen Anreise und dem Abendessen im zentral gelegenen Gästehaus der Diözese Oppeln, das im September zu einem Altenheim umgebaut wird, stand der erste Höhepunkt der Reise auf dem Programm:  Robert Leszczynski, Besitzer des „Court Park Hotels“ und der anderen Gebäude im alten „Bischofshof“, begrüßte  die Lüdinghauser Gäste nicht nur mit Champagner, sondern lud zu einer Besichtigung der großen Anlage und der Restaurants mit dem Ballsaal ein. Im großen illuminierten Innenhof ging der erste Abend zu Ende.

„Wasser“ war das Thema am Samstag. Slawomir Janik, Direktor bei „Polnische Wasser“ mit Sitz in Oppeln, erläuterte seinen Gästen Sinn und Zweck der fünf Stauseen im Großraum Nysa. Zwei Wasser-Kraftwerke, die nicht nur Strom gewinnen, sondern auch für den Wasserausgleich in den Flüssen (Glatzer) Neiße und Oder sorgen, wurden mit ihren unterschiedlichen Techniken besichtigt.

Nach dem Lauf am Samstagabend trafen sich die Lüdinghauser Läufer und ihre Begleiter mit Athleten aus Neisses  tschechischer Partnerstadt Sumperk (Schönberg) noch spät zu einem gemeinsamen Abendessen. Am Sonntag sah man sich schon wieder, denn der Lauftreff war selbst zu einem Besuch ins gut 80 km entfernte Sumperk gefahren , wo sie von Bohuslav Vondruska, dem Leiter des Kultur- und Tourismusamtes der Stadt, der ebenfalls am Abend vorher naoch beim „Bieg Nyski“ am Start gewesen war, zu einem Stadtrundgang eingeladen wurden.  Dieser startete am 55 m hohen Rathausturm. Von oben hatte man einen wunderbaren Rundblick auf das Umland mit seinen knapp 1500 m hohen Bergen. Der Besuch der Dauerausstellung „Hexenprozesse“ im Geschaderhaus war ein weiterer Höhepunkt.

Bei einem Kaffeetrinken kam auch Sumperks neuer Bürgermeister Tomas Spurny vorbei. Einige der Läufer kannten ihn bereits aus früheren Begegnungen in Nysa. Er stellte in gutem Deutsch die Stadt mit ihren 27.000 Einwohnern vor, schwärmte von den guten Bedingungen für den Skisport im Winter und lud die Lüdinghauser ein, im kommenden Jahr beim „Sumperun“ zu starten, einem Lauf durch die hügelige Stadt. Mit einem Bildband von Lüdinghausen und ein paar westfälischen Spezialitäten bedankten sich die Gäste für die herzliche Aufnahme, nachdem auch sie beschenkt worden waren.

Am letzten Abend dann trafen sich das Laufteam, die Mitglieder des Vereins der „Freunde der Neisser Partnerstädte“  mit ihrer Vorsitzenden Regina Stajak (die an allen Tagen das Team aus Lüdinghausen betreut hatte), der stellvertretende Bürgermeister Piotr Bobak und die stellvertretende Landrätin Joanna Burska zu einem Abendessen.

Jetzt  freuen sich alle auf ein Wiedersehen beim Stadtfestlauf im September 2019 in Lüdinghausen, bei  dem auch Bobak und Burska wieder am Start sein werden.