Veranstaltungen 2015


Ruhrtriennale-Besuch: "Die Franzosen" (Proust / Warlikowski)

Krzysztof Warlikowski inszenierte „Die Franzosen“ bei der Ruhrtriennale in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel in Gladbeck
Krzysztof Warlikowski inszenierte „Die Franzosen“ bei der Ruhrtriennale in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel in Gladbeck
Einführung vor Vorstellungsbeginn
Einführung vor Vorstellungsbeginn
Die alte Maschinenhalle der Zeche Zweckel
Die alte Maschinenhalle der Zeche Zweckel
Mitglieder von DPG und DFG erlebten "Die Franzosen"
Mitglieder von DPG und DFG erlebten "Die Franzosen"
Regisseur Warlikowski mit einer Hauptdarstellerin
Regisseur Warlikowski mit einer Hauptdarstellerin
Das Ensemble des "Nowy Teatr" Warschau
Das Ensemble des "Nowy teatr" Warschau

Fotos © E.Bieronski, K-H.Kocar

"Die Franzosen“ heißt die neueste Expedition des polnischen Regisseurs Krzysztof Warlikowski. Er ist auf seiner Suche nach den Wurzeln der heutigen europäischen Gesinnung und Wesensart. Der 53-jährige Warlikowski, bisher vor allem hervorgetreten durch Operninszenierungen auf großen Bühnen Europas (Mailand, Paris, Brüssel, München), betrachtet es als ein großes Glück, nun seine neueste Regiearbeit in Westeuropa einem großen internationalen Publikum präsentieren zu können.

Sechs Mitglieder der Deutsch-Französischen und Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen erlebten am 21. August 2015 die Weltpremiere dieses Stückes in der alten Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel in Gladbeck und damit einen mit Spannung erwarteten Höhepunkt der diesjährigen Ruhrtriennale. 

Als Inspirationsquelle für sein Stück nutzt Warlikowski den voluminösen Marcel-Proust-Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Dieser beschreibt eine Gesellschaft im Umbruch zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert, aufgerüttelt durch den Zusammenbruch der alten Hierarchien, durch den um sich greifenden Antisemitismus, eine lähmende Homophobie und nicht zuletzt durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Es sind vor allem der Niedergang der Aristokratie und das Verhalten einer in sich  höchst widersprüchlichen Bourgeoisie, die dieser Zeit den Stempel eines "Fin de siècle" oder der "decadence" aufgedrückt haben. 

Frei nach der Idee, dass „die einzigen Toten, die wiederkehren, jene sind, die man zu schnell und zu tief begraben hat“ (Gilles Deleuze), beschwört Warlikowski Proust herauf. Er reflektiert mit dessen Werk den Zustand des heutigen Europa, beispielhaft vertreten durch die Franzosen von vor einhundert Jahren. Indem er das Personal des Romans beibehält und die dort aus einfühlsamer, subjektiver Erzählperspektive beschriebenen Tendenzen der Zeit aktualisierend aufgreift, hält Warlikowski dem heutigen Europa einen Spiegel vor, wobei dessen gegenwärtige geistige Physiognomie nicht gerade in einem günstigen Licht erscheint.

Großes europäisches Theater mit Schauspiel, Tanz und Livemusik, auch mit höchst eindrucksvollen Bildern, die durch breitformatige Video-Film-Projektionen erzeugt werden.  


Grillfest

Fotos © DPG Lüdinghausen


Spotkania Freckenhorst

Fotos © DPG Lüdinghausen 

In der Landvolkshochschule (LVHS) Freckenhorst gestalteten in der Zeit vom 5. bis 20. Juli 2015 Mitglieder der Lüdinghauser Pax-Christi-Gruppe die zwölften zweiwöchigen Erholungs- und Begegnungstage für Überlebende des NS-Terrors im besetzten Polen.

Im Auftrag des Freiburger Maximilian-Kolbe-Werks war auch in diesem Jahr wieder Peter Kopmeier der Hauptorganisator. Zusammen mit Ehefrau Margret sowie Helga Voss-Uhlenbrock betreute er diesmal zwölf Gäste aus Polen, die heute zwischen 72 und 83 Jahre alt sind und 1942/43 als Kinder aus dem Raum Zamosc (südlich von Lublin gelegen) brutale rassenpolitische Maßnahmen über sich ergehen lassen mussten. Sprachmittlerin Agnieszka Charkowska aus Berlin begleitete das Team ebenso wie Mitarbeiter der LVHS, allen voran Hildegard Freßmann-Sudhoff. Auch Christa Holtmann und andere Pax-Christi-Freunde leisteten an einigen Tagen Unterstützung.

Besuche in Münster (Friedenssaal, Dom, NS-Gedenkstätte Villa ten Hompel) sowie in Lüdinghausen (Empfang bei den Franziskanerinnen im St.-Antonius-Kloster und Aufsteigenlassen von Brieftauben, Burg Vischering) und Nordkirchen (Vorstellung von Maximilian-Kolbe-Schule und Behinderten-Wohnheim durch Reinhard Niehues und Dr. Herbert Marx, Orgelkonzert von Martin Kopp in der Kapelle des Wasserschlosses) standen erneut auf dem Programm (dazu Fotos). In der LVHS gab es Senioren-Gymnastik, Praxis im Blaudruck, gemeinsames Singen und anderes.  

Am Geschichtsort Villa ten Hompel, in der NS-Zeit Einsatzzentrale der deutschen Ordnungspolizei, erzählten die ehemaligen "Kinder von Zamosc" (auf den Fotos Dominika Adamczewska und Aniela Mianowicz) münsterschen Studierenden von ihren traumatischen Erlebnissen bei der Verschleppung in reichsdeutsche Städte (Stettin, Schwedt und andere) und den Leiden im KZ Majdanek (bei Lublin) bis zur Stunde der Befreiung durch die Sowjetarmee am 22. Juli 1944. Der stv. Leiter des Hauses, Stefan Querl, und auch Regionalbischof em. Friedrich Ostermann hatten die Gäste aus Süd-Ost- und Nord-West-Polen bei diesem zweiten Aufenthalt in Münster willkommen geheißen.       

Am 11.07. war Dr. Angelica Schwall-Düren für einen Nachmittag zu Gast in Freckenhorst. Die NRW-Europa-Ministerin und langjährige Bundesvorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaften erzählte von ihren ganz persönlichen Erfahrungen im deutsch-polnischen Austausch und nahm Stellung zu einigen aktuellen Fragen der Europa-Politik, die auch Polen betreffen. Ihre Mitarbeiterin Izabel Grzywacz übertrug die detaillierten Ausführungen ins Polnische (Fotos).

Dr. Theo Mechtenberg (Foto), langjähriger Leiter des Gesamteuropäischen Studienwerks in Vlotho/Weser und intimer Polen-Kenner, verbrachte mit seiner Frau Anna ebenfalls einige Tage mit den polnischen Gästen. In einer weiteren öffentlichen Veranstaltung referierte er über den in Breslau geborenen und vor 70 Jahren, noch kurz vor Kriegsende, im KZ Flossenbürg hingerichteten evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer und die Hochschätzung seiner Person in Polen.

Den festlichen Abschluss bildete am Sonntag, 19. Juli eine weitere Veranstaltung, die auch viele Gäste von außerhalb anzog: Stipendiaten der Yehudi-Menuhin-Stiftung, Asami Tsuzuki-Eining und Mugi Kobayashi aus Japan sowie Dmytro Omelchakdie aus der Ukraine, zurzeit in Münster zu Hause, brachten auf Gitarre, Querflöte und Klavier mit viel Können und Empathie musikalische Kostbarkeiten von Mozart, Chopin, Piazzolla und anderen Komponisten zu Gehör (Fotos). 

   

"Die Kreishauptstadt Zamosc wird zum ersten deutschen Siedlungsbereiche im Generalgouvernement (Polen) erklärt", hieß es 1942 in einer Anordnung Heinrich Himmlers.

Für die polnische Bevölkerung sahen die Pläne der deutschen Besatzer wie folgt aus: Die nach den Nazi-Kriterien "rassisch wertvollen" Einheimischen sollten zur Germanisierung ins "Reich" gebracht, arbeitsfähige Polen zur Zwangsarbeit eingezogen und alle anderen, die in den Augen der Besatzer als "rassisch schlecht" galten, in Vernichtungslager gebracht werden . Bis zum Abbruch der Aktion im August 1943 deportierten die Nazis zirka 100.000 Polen aus Zamosc und den umliegenden Gebieten. Ins "Reich" entführt wurden Tausende polnischer Kinder.

Im Raum Zamosc wurden im Zuge der NS-Siedlungspolitik insgesamt 8.000 Deutsche aus Bessarabien (das nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939 an Russland gefallen war), Russland, Serbien, dem Baltikum und der Bukowina angesiedelt.

Der "Generalplan Ost" beschreibt am 15. Juli 1942 die systematische wirtschaftliche Ausbeutung der besetzten Gebiete. Insgesamt sollten 31.000.000 Russen, Polen, Tschechen und Ukrainer nach Sibirien verbannt und die Grenzen des Deutschen Reiches nach Osten verschoben werden.   

(Quelle: www.polish-online.com/polen/staedte/zamosc-himmlerstadt.php -Ü:Barbara Anna Woyno)     

Begegnung mit überlebenden NS-Opfern in Freckenhorst

 Fotos © DPG Lüdinghausen


Wallfahrt nach Schlesien und Besuch in der Partnerstadt

Fotos © DPG Lüdinghausen

Am 24. Juni 2015 reiste eine 28-köpfige Gruppe aus Lüdinghausen nach Neisse und bezog im zentral gelegenen Bildungshaus der Diözese Oppeln bei Halbpension für vier Nächte Quartier. Dort wurden sie von Regina Stajak und Darek Bednarz von den "Freunden der Neisser Partnerstädte" sowie Agnieszka Miecznikowska, die noch eine Woche vorher mit Fußball-Kindern in Seppenrade zu Gast gewesen war, willkommen geheißen. Auch Jolanta Barska, acht Jahre lang Bürgermeisterin von Nysa, schaute in der Unterkunft vorbei und betonte ihre partnerschaftliche Verbundenheit.

Ursula Hölper hatte die Reise, die zugleich eine Wallfahrt war, organisiert, und zwar als Mitglied des Partnerschaftsausschusses der Gemeinde St. Felizitas. Sie ist zugleich Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen. Vom ersten bis zum letzten Tag begleitete Dr. Gabriela Dziedzic die Gruppe mit ihrer Umsicht und Sachkenntnis. Sie ist heute Germanistik-Dozentin an der Uni Breslau, war aber schon vor 23 Jahren als Austausch-Schülerin bei den Hölpers zum ersten Mal zu Gast gewesen.      

Die 28 Mitreisenden verstanden sich vor allem als Pilger. Sie wollten einige der alten schlesischen Marien-Wallfahrtsorte aufsuchen, auf der Fahrt dorthin beten und singen und am Ort jeweils gemeinsam einen Gottesdienst in der Basilika feiern. Pfarrer Westhoff von der Felizitas-Gemeinde gehörte zur Pilgergruppe. An seiner Seite war an zwei Tagen auch der Pfarrer an der Neisser Jakobus-Basilika, Nikolaus Mróz.  

Noch am Ankunftsabend war die Gruppe zu Gast in der Neisser Niederlassung der "Grauen Schwestern von der hl. Elisabeth" und erfuhren dort etwas von der bewegenden Geschichte der Schwesterngemeinschaft zwischen 1945 und 1990. Besondere Verehrung findet in diesem Haus die 2007 unter großer öffentlicher Anteilnahme selig gesprochene Schwester Maria Luisa Merkert.

Ziel der Pilger war am ersten Aufenthaltstag Albendorf (Wambierzyce) im Glatzer Land (Niederschlesien), das "schlesische Jerusalem" mit seinem berühmten Kreuzweg, der auf den "Kalvarienberg" führt. Am nächsten Tag fuhr der Bus die Pilger aus Lüdinghausen zum Annaberg in Oberschlesien, einen für Deutsche und Polen aufgrund ihrer Geschichte symbolträchtigen Ort, südlich von Oppeln gelegen. Am dritten Tag schließlich stand man in der Basilika von Trebnitz (Trzebnica), 25 km nördlich von Breslau, vor dem Grab der Hl. Hedwig (polnisch Jadwiga), der Patronin Schlesiens.

Ein Besuch in Breslau selbst durfte natürlich nicht fehlen. Hier war es besonders der Dom, dessen Konstruktion und Geschichte das Interesse auf sich zogen. Andere besondere Orte in der Stadt, etwa das mächtige gotische Rathaus und die herausgeputzten Bürgerhaus-Fassaden am Markt, die Universität und die Markthalle erwanderte man. Den Weg zur Jahrhunderthalle legten alle auf einem offenen Sightseeing-Gefährt zurück. 

Zum Schluss standen alle vor dem Denkmal für den Breslauer Erzbischof Kominek, der Mitte der 1960er-Jahre einer der Impulsgeber für eine Versöhnung zwischen Polen und Deutschen gewesen ist. Der Brief der polnischen Bischöfe von 1965 an ihre deutschen Amtsbrüder begann mit den Worten: "Wir vergeben und bitten um Vergebung ...".          


Fußball-Kids aus Neisse bei Fortuna Seppenrade

Fotos © DPG Lüdinghausen

Den emotionalen Höhepunkt bildete sicher der Ausflug in die BVB-Arena nach Dortmund. Dort spürten die 17 Fußball-Kinder aus Neisse, zwischen 7 und 9 Jahre alt, und ihre zwei Betreuer etwas von der besonderen Atmosphäre im größten Stadion Deutschlands, der Heimat eines ehemaligen Champions-League-Finalisten. Auch einen Blick in die Mannschaftskabinen durfte man werfen, wo die Plätze von Lukasz Piszczek und Jakub "Kuba" Blaszczykowski natürlich größte Aufmerksamkeit fanden.

Fortuna Seppenrade hatte die Nachwuchskicker der Neisser Sport- und Freizeiteinrichtung eingeladen, zusammen mit ihren Trainern und Betreuern Agnieszka Miecznikowska und ihrem Ehemann Marcin. Auch deren kleine Tochter war mitgereist. 

Auf Seiten Fortunas kümmerten sich Walburga Krebber sowie Karl-Heinz und Marita Roerkohl während der vier Tage liebevoll um die polnischen Gäste. Auch Anita Lisowska, Johanna Breimann und Karl-Heinz Kocar von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft begleiteten zeitweise die Gruppe aus der Partnerstadt, die in der Turnhalle übernachtete und am Freitagmorgen im Foyer der benachbarten Marienschule gemeinsam mit Kindern einer 2. Grundschulklasse frühstückte.

Beim Sommercup-Turnier der E1-Junioren zeigte sich am Samstag allerdings schnell, dass die Gegner aus Bockum-Hövel, Hausdülmen, Datteln und Seppenrade entscheidende Alters- und Größenvorteile hatten. Denn die Neisser waren mit dem jüngsten Team ihrer Sportschule angereist.

Trotzdem nahmen die kleinen Kicker aus Neisse natürlich auch freudig ihre Medaillen in Empfang und wurden für ihren Einsatz auch noch mit Original-Schals von Fortuna beschenkt. Hoch zufrieden reisten sie am Sonntagmittag mit ihrem Bus nach Polen zurück.

   


Stadtfest-Lauf in Neisse mit Lüdinghausern

Fotos © dpg Lüdinghausen

Günter Rüter hatte die Organisation in die Hand genommen.

Mit seiner Frau Barbara Vogelsang, Manfred Werning, Sascha Köcher und Michael Beer waren mit ihm vier Aktive nach Neisse gereist, um an der Veranstaltung "Nysa läuft" teilzunehmen. Am Gästehaus der Diözese Oppeln wurden sie von Regina Stajak und Dariusz "Darek" Bednarz, zwei Motoren der Städtepartnerschaft, und dem neuen zweiten Bürgermeister Piotr Bobak herzlich begrüßt.

Bei der Stadtbesichtigung war auch der neue Neisser Bürgermeister Kordian Kolbiarz dabei. In der alten preußischen Festung Fort II erlebten die Lüdinghauser dann die Feier des 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit dem tschechischen Sumperk. Die zwischen Lüdinghausen und Neisse währt mittlerweile schon 22 Jahre. 

An dem professionell organisierten 10-km-Lauf quer durch die Stadt nahmen 550 Frauen und Männer teil, bei Temperaturen um die 30 ° Celsius. Dabeisein war alles - dieser olympische Gedanke stand für die Lüdinghauser im Vordergrund, ganz vordere Plätze waren unerreichbar. Michael Beer kam als 198. ins Ziel und belegte in der Gruppe M 60 den 7. Platz, ebenso wie Barbara Vogelsang in der Gruppe W 50. Hinter Sumperk, das mit einem Studententeam antrat, belegten die Lüdinghauser den zweiten Platz unter Neisses Partnerstädten, und es gab großen Beifall von den vielen Hundert Zuschauern und einen großen Pokal.

Für den Stadtfest-Lauf am 18. September in Lüdinghausen haben einige Neisser Athleten bereits ihre Teilnahme fest zugesagt, darunter auch Piotr Bobak. 

     


In Zons: Stelen-Pfad mit 12 deutsch-polnischen Aphorismen eröffnet

In Zons (Stadt Dormagen) wurde jetzt der aktuelle Literatur-Pfad mit Aphorismen deutscher und polnischer Persönlichkeiten eröffnet.

Der Lüdinghauser DPG-Vorsitzende Karl-Heinz Kocar begleitete den KAKTuS-Vorsitzenden Günter Trunz in das historische Städtchen auf dem linken Rheinufer zischen Düsseldorf und Köln. Seit fünf Jahren besteht eine "Stelen-Partnerschaft" zwischen den dortigen "Kultur- und Heimatfreunden" und dem Lüdinghauser Kulturforum. 

Die "Schirmherren" Hans-Jürgen Petrauschke (Landrat des Rhein-Kreises) und Henryk Jaroszek, der Kollege aus dem polnischen Partnerkreis Mikolów (südlich von Kattowitz), durchschnitten das rot-weiße Band in der Nähe des historischen Rheintores und gaben so den Weg über die alte Wallanlage frei, wo auf 12 Stelen in sehr prägnanter Form Weisheiten deutscher und polnischer Persönlichkeiten zum Thema "Frieden und Freundschaft" zu lesen waren, jeweils zweisprachig.

Im Gewölbekeller der Nordhalle des Kreismuseums Zons fand danach eine kleine Feier statt, bei der zunächst Museumsleiter Dr. Stephen Schröder wertvolle Erläuterungen zu den Brennpunkten der gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte gab. 

Sodann kommentierte Dr. Wolfgang Heinrichs die einzelnen Stelentexte, jeweils im Rückgriff auf die Biografien ihrer Verfasser.   

Fotos © dpg Lüdinghausen


Volleyballturnier am Neisser See

Viel erlebt haben die U-16-Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen auf ihrer Pfingsttour zum polnischen Partnerverein NTSK Nysa in Neisse. Gemeinsam mit Trainer Niklas Domanik und Betreuer Georg Holtkamp genossen die Lüdinghauserinnen ein ausgesprochen vielseitiges und abwechslungsreiches Programm.

Auch abseits des Volleyballfeldes am Neisser See oder in der Sporthalle wurde den Mädchen aus Lüdinghausen so einiges geboten:  vom spontanen Einüben einer Tanz-Choreographie - initiiert von der polnischen Sportlehrerin - über einen Unterrichtsbesuch, einen Empfang bei Bürgermeister Kordian Kolbiarz im Rathaus, eine Stadtbesichtigung mit Shopping bis zu einem Besuch im Museum mit seiner stadthistorischen Sammlung gab es viel zu sehen.

Am Samstag hatten die polnischen Gastgeberinnen ein Beachvolleyball-Turnier am Strand des großen Neisse-Sees vorbereitet. Aber es gab anschließend auch noch eine gemeinsame Bootsfahrt über den See und ein Lagerfeuer am Wasser mit Würstchengrillen zu genießen. Abends erlebten alle dann noch die Höhepunkte der "Nysa-Tage" im Stadtzentrum, mit Rockkonzert und Kirmes.

Am Sonntag sahen die Mädchen und ihre Begleiter die Stadt Breslau und vergnügten sich dort anschließend in einem riesigen Freizeitbad. Abends besuchten die Mädchen des NTSK Nysa noch einmal ihre deutschen Partnerinnen in der Jugendherberge, bevor es für diese am Pfingstmontag nach vier erlebnisreichen Tagen wieder in Richtung Heimat ging.  


Treffen in Nottuln


Kulinarischer Mix - Deutsch-Polnische Gesellschaft serviert Bigos

Eigentlich kocht ihn jeder ähnlich, aber kleine Unterschiede verändern eben doch das Geschmackserlebnis entscheidend: Die Rede ist vom Bigos.

Die leckere polnische Spezialität  wurde am Freitag, 30. Januar im Ludger-Pfarrheim in dampfenden Schüsseln serviert. Bei polnischem Bier,  einem Gläschen Wodka und ausgelassenem Singen polnischer und deutscher Lieder konnte man den geselligen Abend, zu dem die DPG Lüdinghausen erneut eingeladen hatte, wieder einmal so richtig genießen.

© Fotos: E.Bieronski