Veranstaltungen 2017

Vierte internationale Seelsorgekonferenz in Taverny am 10.-12.11.2017

Die katholische Kirchengemeinde in Taverny hatte Vertreter aus den befreundeten Gemeinden in Lüdinghausen, Nysa (Neisse), Utrecht und Taverny eingeladen zu einem erneuten Seelsorgetreffen, diesmal mit dem Schwerpunkt „Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen“.

Also machten sich am letzten Wochenende auch sechs Personen aus St. Felizitas auf den Weg in die Partnerstadt, die nur 20 km nordwestlich von Paris liegt.

Das waren Pfarrer em. Heinrich Westhoff, Maria Edelbusch, die Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft, zugleich Leiterin des Partnerschaftsausschusses St. Felizitas und Mitarbeiterin bei der „Tafel“, ferner Ursula Hölper vom Partnerschaftsausschuss St. Felizitas sowie Rita Becker und Fritz Schweers, beide ehrenamtliche Mitarbeiter beim AK Asyl, und Karl-Heinz Kocar von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, der im AK Asyl für die Sprachförderung verantwortlich ist. Für alle fanden sich private Unterkünfte.

Aus Utrecht, der Geburtsstadt des Hl. Liudger, des ersten Bischofs von Münster, waren aus alter Verbundenheit mit Lüdinghausens St.-Ludger-Gemeinde Frans Ritzer und seine Frau gekommen. Leider musste Neisses Pfarrer Klaus Mróz mit seiner Delegation seine Teilnahme kurzfristig absagen, da ihm seine Anwesenheit in Nysa am 11.11., einem polnischen Nationalfeiertag, unverzichtbar erschien.

Auf Seiten der Gastgeber waren es neben Pfarrer Jean-Marie Humeau der PGR-Vorsitzende Jean Cazade, Paul Chaillot, Mitarbeiter bei der Secour Catholique im Rahmen der Caritas France, und Bernard Guillaume, pensionierter Deutschlehrer und jetzt auch als Übersetzer tätig, die sich bei Vorbereitung und Durchführung des Treffens besonders hervortaten.

 

 

Ein ökumenischer Gottesdienst fand am 11. November, der in Frankreich als Tag des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkrieges gefeiert wird, in  der Pfarrkirche Notre Dame de l`Assomption statt. Er wurde geleitet von Pfarrer Jean-Marie Humeau, und die internationalen Gäste nahmen  zusammen mit Schärpenträgern der Stadt Taverny und einigen Fahnenabordnungen daran teil. Einige Minuten verharrte Bürgermeisterin Florence Portelli danach vor einer Tafel, auf der die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Taverny in Stein gemeißelt waren. Dass auch Deutsche zu dieser Gedenkfeier eingeladen waren, kann man durchaus noch als eine Besonderheit betrachten.

Der Samstag gehörte ansonsten der Information über die Lage der Seelsorge in den drei vertretenen Kirchengemeinden. Einen besonderen Schwerpunkt hatte man vorher vereinbart:  Es ging um die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Anerkennungsverfahren, Integrationschancen, praktische Hilfen und auch spezielle Probleme vor Ort kamen ausgiebig zur Sprache. Vergleiche waren dabei sehr aufschlussreich.

Nach einem festlichen Abendessen am Vorabend, das die französischen Freunde mit viel Herzlichkeit gestaltet hatten, wurde das Treffen am Sonntagmorgen in der Kathedrale mit einem Hochamt  beendet, bei dem Pfarrer Westhoff konzelebrierte, während vor dem Altar eine dicke Kerze aus St. Felizitas ihr Licht ausstrahlte.

Karl-Heinz Kocar

Bildimpressionen Stadtfest 2017

Fotos: © E.Bieronski / Michael Beer / Karl-Heinz Kocar

Mit dem Rad von Lüdinghausen nach Nysa

Lange war sie angedacht und nun endlich vollbracht: eine Fahrradtour von Lüdinghausen nach Nysa, unserer Partnerstadt in Polen. Nach 13 Fahretappen und 1044 km auf dem Fahrrad erreichten am 30. Juli Maria und Josef Edelbusch und Lothar Kostrzewa-Kock, Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen, das Ziel. Eine besondere Überraschung bereitete den Lüdinghausern Jolanta Barska, die sportliche ehemalige Bürgermeisterin von Nysa, die am Morgen der letzten Etappe mit ihrem Fahrrad vor dem Breslauer Hotel stand und die bei 33 Grad und starkem Gegenwind anstrengendste Etappe über 90 km bis nach Nysa mitfuhr.

Herzliche Aufnahme und die sprichwörtliche polnische Gastfreundschaft bei privaten Gastgebern, das Auffrischen alter Kontakte durch Besuche und sogar die Zeit für eine gemeinsame Radtour um den Stausee vor Nysas Toren ließen drei Tage vor Ort wie im Fluge vergehen. Am Donnerstag, 19 Tage nach dem Start am 16. Juli, kam die Gruppe wohlbehalten nach Rückreise mit der Bahn wieder in Lüdinghausen an. Von Lüdinghausen bis Görlitz waren noch Marianne und Bernd Kleine Büning mitgefahren, die aber aus Zeitgründen dann von Görlitz aus zurückfuhren.

Die Fahrt wurde von mir auf dem PC mit einem Routenplanungsprogamm vorbereitet. Die Strecke sollte wegen der großen Entfernung möglichst ohne große Umwege verlaufen, aber auch landschaftlich und von den zu passierenden Ortschaften her reizvoll sein. Bei den Tagesetappen einigten wir uns auf eine Länge von ca. 80 km pro Tag. Letztlich bestimmte aber die Verfügbarkeit einer Unterkunft die Tagesstrecken, die zwischen 70 und 90 km variierten. Die Wege waren sehr unterschiedlich, von Wirtschaftswegen bis zur Bundesstraße und Abschnitten auf den großen Radrouten (Weser- und Werraradweg und thüringische Städteroute) war alles dabei. Die gewählte Route bot ständig wechselnde Eindrücke, was aber mit manchem Anstieg im kleinsten Gang bezahlt werden musste. Alle Unterkünfte in Hotels waren bereits im April gebucht worden, ebenso die Rückfahrt mit der Bahn. Die Vorbereitung der Routen erlaubte es uns, mit dem Fahrradnavigationsgerät von Hotel zu Hotel zu fahren, ohne Zeitverlust durch Orientierungsprobleme, Kartenstudium und Diskussionen um die richtige Abzweigung.

Es muss ehrlicherweise erwähnt werden, dass die Bedingungen für das Radwandern in Polen, zumindest in der von den Lüdinghausern durchquerten Region, nicht optimal sind . In Städten wie Breslau gibt es an neuen Straßen schon eine teils gute Radverkehrsinfrastruktur, außerhalb ist das aber nicht der Fall. Und nicht immer standen verkehrsarme Nebenstraßen in der gewünschten Richtung zur Verfügung. Manch eine als Radweg ausgewiesene Strecke war eher nur zum Wandern geeignet. Wahres Glück hatten die Reisenden mit dem Wetter. Während es überall in Mitteleuropa regnete und teils sogar Unwetter gab, fuhr die Gruppe stets im Trockenen und sogar mit angenehmen Temperaturen und bis Breslau stets mit Rückenwind. Manchmal begann es eine Stunde nach Ankunft im Hotel zu regnen, hörte am nächsten Morgen vor der Weiterfahrt aber wieder auf. An den 13 Fahrtagen hatte die Gruppe nur rund eine Stunde Regen zu verkraften.

Die Route verlief ab Sonntagmorgen, den 16. Juli von Lüdinghausen aus über Lippstadt - Beverungen, - Witzenhausen – Mihla -  Erfurt -  Etzdorf -  Colditz -  Dresden – Bautzen – Luban - Legnica – Wroclaw/Breslau bis Nysa/Neisse, das am Sonntag, den 31. Juli erreicht wurde. In Dresden und Breslau wurde ein Ruhetag eingelegt. Vor allem dachten wir dabei an etwas Ruhe vom Radeln, aber wir konnten auch etwas von dem besonderen Flair dieser Städte erleben. Erwähnt werden sollen auch  andere sehenswerte Orte, die durchfahren wurden und zumindest in einer Pause ihre Ausstrahlung vermitteln konnten: Hannoversch Münden, Gotha, Weimar, Jena und Görlitz, aber auch manch reizvolle Kleinstadt.

Besonders muss der Tag in Breslau hervorgehoben werden. Eine junge, aus Nysa stammende Dame, Aleksandra Sosulska, die  durch die Städtepartnerschaft beste Beziehungen zur Familie Edelbusch hat und jetzt in Breslau lebt und arbeitet, nahm sich den ganzen Tag Zeit, die jetzt nur noch aus drei Personen bestehende Gruppe durch die Stadt zu begleiten. Sie hatte sogar eigens eine deutschsprachige Stadtführerin von höchster Kompetenz in Kultur und Geschichte engagiert. Breslau hat uns sehr beeindruckt durch seine historischen Bauwerke und aber auch durch seine Modernität und wirtschaftliche Dynamik.

Der letzte Reisetag war, wie schon zuvor erwähnt, sehr anstrengend, wurde aber durch die Begleitung von Jolanta Barska bereichert. Untergebracht wurden die Reisenden dann in Nysa bei dem Ehepaar Sosulski, den Eltern der jungen Dame aus Breslau. Am Abend konnte noch ein Konzert mit Orgel und Fagott in der Basilika St. Jakobus besucht werden. Hier kam es zu einem kurzen Treffen mit Pfarrer Mróz. Er begrüßte die Lüdinghauser kurz in seiner Einführung zum Konzert. Dabei baute er ein kleines Wortspiel ein: „Ich bin nicht Radfahrer, sondern Stadtpfarrer“. Es folgten zwei Tage mit überschwänglicher polnischer Gastfreundschaft, dem Treffen alter Bekannter aus vergangenen Austauschen und zuletzt auch noch einer Radtour mit den Gastgebern um den Neisser Stausee vor den Toren der Stadt.

Kurios war: Ausgerechnet der Aufenthalt in Nysa bot nicht nur mir viel Gelegenheit, Französisch zu sprechen. Auch Jolanta Barska beherrscht diese Fremdsprache, so dass während der letzten Etappe und am Abend Französisch parliert wurde. Auch die Gastgeberin erinnerte sich dabei an ihre Kenntnisse aus ihrer Schulzeit. Am Dienstagabend kam schließlich auch noch die ehemalige Französischlehrerin (am Liceum Carolinum) Danuta Blaszczuk hinzu, um sich vor allem mit Maria Edelbusch, ebenfalls Französischlehrerin, in dieser Sprache auszutauschen. Es wurden verschiedenste Themen besprochen, vom Privaten bis zur aktuellen politischen Situation.

Am Mittwoch begann die Rückreise mit einem Transfer in einem Kleintransporter nach Görlitz. Nach Stadtbummel und Übernachtung dort fuhr man am Donnerstagmorgen mit der Bahn nach Lüdinghausen zurück, wo Ottilie Kock mit Freunden einen kleinen Empfang vorbereitet hatte.

Lothar Kostrzewa-Kock

Start in der Schubertstraße in Lüdinghausen
Ankunft in Nysa / Neisse - re. Jolanta Barska
In Fahrt auf dem Weser-Radweg
Vor der Kulisse Dresdens
Erreichen der Grenze in Görlitz / Zgorzelec
Im Hotel ihres Lebens Warten auf das Essen ihres Lebens in Legnica / Liegnitz
Stadtführung in Wroclaw / Breslau - li. Stadtführerin, 2.v.re. Aleksandra Sosulska
Der große Marktplatz in Breslau
Start zur letzten Etappe mit Jolanta Barska (2.v.re.)
Ankunft in Nysa / Neisse
Radtour um den Neisser Stausee mit Gastgebern
Ankunft in Lüdinghausen
Unsere Gastgeber in Neisse - v.li. Irena Sosulska, Wladislaw Sosulski und Jolanta Barska
In Weimar, vor dem Deutschen Nationaltheater
In Dresden
An der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze

In alte schlesische Wallfahrtsorte - von Neisse aus

Mehr als 50.000 Rock-Fans sorgten am letzten Wochenende für Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Nysa. Ihr Ziel war ein Konzert am Neisser See. Die 26 Lüdinghauser, die für fünf Tage im Neisser Bildungshaus der Diözese Oppeln Quartier bezogen hatten, waren mit ihrem Bus mittendrin. Sie befanden sich gerade auf der Rückreise von Breslau, wo sie sich einige der vielen Hotspots in der quirligen „Kulturstadt Europas 2016“ angesehen hatten, vor allem auf der Dominsel und rund um das historische Rathaus, das von wieder stilvoll restaurierten Bürgerhausfassaden umgeben ist.

   

Vor zwei Jahren hatte Ursula Hölper vom Partnerschaftsausschuss der St.-Felizitas-Gemeinde schon einmal zu einer solchen „frommen“ Fahrt eingeladen, auf der Morgenandachten im Bus an der Tagesordnung waren und an drei Orten die Hl. Messe gefeiert wurde. Da war es gut, dass mit Kaplan Rajababu aus St. Felizitas und dem Neisser Pfarrer Mróz auch zwei Geistliche an der Wallfahrt teilnahmen.

War 2015 auch Albendorf in Niederschlesien eines der Ziele, so fuhr die Gruppe diesmal in den von Neisse aus leicht erreichbaren, seit 1919 zu Tschechien gehörenden schlesischen Ort Zlate Hory (früher Zuckmantel), in dessen Nähe, hoch im Altvatergebirge,  die in modernem Stil wieder errichtete Wallfahrtskirche Maria Hilf liegt. Auch ein Abstecher in das wegen seines Wassers und seiner guten Luft bekannte Heilbad Karlsbrunn im mährischen Teil von Schlesien durfte nicht fehlen.  

Wie vor zwei Jahren, so besuchten die Wallfahrer auch diesmal den Annaberg südlich von Oppeln. „Es sind tragische Geschichten, die sich im Kampf um den Annaberg zwischen Deutschen und Polen abgespielt haben, vor allem im Zusammenhang mit der Volksabstimmung nach dem Ersten Weltkrieg“, erläuterte Pfarrer Mróz. Heute sei der Annaberg aber eher ein Symbol der Versöhnung. „Deshalb können wir auch heute hier ganz selbstverständlich eine Messe in deutscher Sprache feiern.“ Im Anschluss an den Gottesdienst in der Basilika gedachte man an Kreuzwegstationen des Leidens Jesu. Dabei kamen auch Fragen zur Sprache, die sich nicht nur gläubigen Menschen heute stellen.

Ein weiterer Tag war einem Heiligtum im niederschlesischen Trebnitz (Trzebnica) gewidmet: In der mit dem Zisterzienserinnen-Kloster verbundenen Basilika feierte man am Grab der Hl. Hedwig (Jadwiga), der aus dem bayrischen Andechs stammenden Schutzpatronin Schlesiens, einen Wortgottesdienst. Und danach hatte man noch genügend Zeit für das nahegelegene Breslau.

Auch in Neisse kam es zu interessanten Begegnungen: So nahmen alle gern die Einladung der „Grauen Schwestern“ in ihr Haus an. Die „Schwestern der Hl. Elisabeth von Thüringen“ gibt es in zahlreichen Ländern. In Neisse kümmern sich 26 von ihnen um sozial Schwache, um kranke, behinderte und alleinstehende Menschen und betreuen an Wochenenden Schüler aus problematischen Familien. Auch von der bewegten jüngeren Geschichte des Neisser Mutterhauses, das eng mit dem Namen ihrer Gründerin, der 2007 seliggesprochenen Maria Merkert, verbunden ist, erfuhren die Lüdinghauser bei ihrem Besuch.

Eine kleine Stadtführung hatten „Freunde der Neisser Partnerstädte“ organisiert. Man ließ sich mit dem Aufzug auf den Rathausturm bringen und genoss die herrliche Aussicht, besichtigte Kirche und Schatzkammer der Jakobus-Basilika, bewunderte in der Nähe des Bischofhofes einen brandneuen Hotelkomplex und wurde dort auch vom stellvertretenden Bürgermeister Piotr Bobak begrüßt.

Christa Holtmann übersetzte, wo es nötig war, vom Polnischen ins Deutsche und umgekehrt. Und auch Angelika Sasse trug auf besondere Weise zum Gelingen der Pilgerfahrt bei: Sie griff sich stets ihr Akkordeon, wenn Lieder gesungen werden sollten. Und in der Wallfahrtskirche Maria Hilf setzte sie sich auch an die Orgel.          

Bieg Nyski 2017 - erneut mit Lüdinghausern

sagte Piotr Bobak, zweiter Bürgermeister von Nysa/Neisse, als er zusammen mit Regina Stajak, der Vorsitzenden des Vereins „Freunde der Neisser Partnerstädte“, und Darek Bednarz, als Vertreter der aktiven Läufer aus Neisse, das Team vom Lauftreff Lüdinghausen am Montagmorgen am Hotel vor dessen Heimreise besuchte.

Die neun Lüdinghauser Läufer, die am 9. Juni (Freitag) von Dortmund aus nach Breslau geflogen waren, um an der fünften Auflage des „Bieg Nyski“, einem Stadtlauf über 10 Kilometer, teilzunehmen, waren angetan von der Gastfreundschaft. In Breslau wurden sie von den Gastgebern am Flughafen empfangen.

Da Regina Stajak von der Neisser Stadtverwaltung gerade mit einer großen Delegation von Tischtennis- und Volleyballspielern aus Neisse in Ingelheim weilte, der anderen deutschen Partnerstadt von Nysa, hatte Ewa Swierzy mit ihrem Team die Betreuung der Lüdinghauser Gäste übernommen.

Zunächst besuchte man am Samstagmorgen das Liceum Carolinum, seit mittlerweile 30 Jahren Partnerschule des Gymnasiums Canisianum. Renata Bednarz, selbst dort Lehrerin, führte die Gäste durch die imposante barocke Bibliothek mit ihren alten Büchern und Schriften.

Auch die Schatzkammer der St.-Jakobus-Basilika mit ihren wertvollen Monstranzen und Kelchen, zu der ihnen Pfarrer Mróz Zugang verschaffte, versetzte die Lüdinghauser in Staunen.

Am Nachmittag stand eine Radtour auf dem Programm, mit Piotr Bobak, Darek Bednarz sowie Pawel Drozdzik, Mitorganisator des Bieg Nyski und noch im Herbst 2016 selbst am Start beim Lüdinghauser Stadtfestlauf. Erstes Ziel war der Neisser Stausee, mit schönem Sandstrand, wo an Stegen viele Segelboote lagen. Dort fand an diesem Wochenende gerade das größte Treffen von verschiedenen Fahrzeugen aus dem VW-Konzern auf polnischem Boden statt.

Der Sonntag stand dann aber ganz im Zeichen des Sports. Deswegen war man schließlich angereist. Vor dem Start begrüßte Kordian Kolbiarz, der Neisser Bürgermeister, das Lüdinghauser Team. Zusammen mit einer Gruppe aus Neisses tschechischer Partnergemeinde Sumperk (Schönberg) sowie vier Athleten aus Kenia sorgte der Lauftreff für internationales Flair.

Bei einem gemeinsamen Essen nach dem Lauf dankte Tomas Spurny, der Landrat von Sumperk, den einige Lüdinghauser bei ihrem Neisse-Besuch 2015 bereits kennengelernt hatten, für die Einladung zum Lauf, bei dem er selbst auch über die 5 Kilometer am Start war. „Ich hoffe, dass wir und unsere Freunde aus Lüdinghausen uns auch im kommenden Jahr hier wieder treffen“, sagte er.

Manfred Neuhaus bedankte sich im Namen des LH-Lauftreffs für das tolle Programm, das die Neisser vorbereitet hatten: „Mit so einem freundlichen Empfang haben wir nicht gerechnet. Wir sind überwältigt“. Und Michael Beer überreichte kleine Gastgeschenke an die Freunde aus Neisse.

Michael Beer / Karl-Heinz Kocar

Volleyball in Nysa: Union Lüdinghausen wieder zu Gast

Wieder einmal machten U-16-Volleyballerinnen des SC Union 08 Lüdinghausen als Gäste des NTSK Nysa in der Partnerstadt bei einem Turnier mit.   

Vom 25. bis 29. Mai waren sechs U-16-Mädchen und ihre Betreuer Pia Fuchs, Eva Welling und Niklas Domanik aus der Volleyballabteilung des SCU Lüdinghausen wieder einmal in Polen unterwegs. Anlass war eine erneute Einladung des befreundeten NTSK Nysa zu dem schon traditionellen Volleyballturnier.

Am Himmelfahrtstag, noch auf der Anreise nach Nysa, besuchte die Gruppe Breslau und zeigte sich stark beeindruckt von der Schönheit der Europäischen Kulturhauptstadt von 2016 mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten zwischen Sandinsel und Marktplatz.

Beim Turnier am Wochenende waren die jungen Lüdinghauserinnen in der Halle gegen beide Teams aus Neisse siegreich. Am Strand des Neisser (Stau-)Sees gab es mit vier gemischten Teams eine nicht so ernst gemeinte Neuauflage des Turniers. Der Spaßfaktor war hier am wichtigsten.

Andrzej Roziewicz, einer der beiden Trainer der gastgebenden polnischen Mannschaft, der selbst schon einige Male in Lüdinghausen war, organisierte auch eine beeindruckende Bootsfahrt auf dem See. Und bis zum Abend konnten die Mädchen am Sandstrand dann gemeinsam relaxen.

Nicht nur die Stadt Neisse zeigte Andrzej seinen Gästen, sondern auch die traditionsreiche alte polnische Hauptstadt Krakau besuchten alle. Sie sahen sich im historischen Juden-Viertel Kazimierz, in der Altstadt und auf dem Wawelhügel um, wo mit der Kathedrale und dem Königsschloss bedeutende Denkmäler von polnischer Geschichte erzählen.

Schülerbegegnung Canisianum (LH) - Carolinum (Nysa)

Ein Vierteljahrhundert zurück ging Richard Borgmann am Montagvormittag im Kapitelsaal: „Ich erinnere mich an meine erste Fahrt als Lüdinghauser Bürgermeister nach Neisse, 1992, die 16 Stunden dauerte. Das lag aber nicht an der Entfernung, sondern an den Grenzkontrollen. Das alles kennt ihr gar nicht mehr.“  

Adressaten seiner Worte waren 14 Schüler aus Lüdinghausens  polnischer Partnerstadt und 13 Schüler des Gymnasiums Canisianum, in deren Familien die jungen Gäste für eine Woche betreut werden. „Ihr seid unsere Zukunft“, betonte Borgmann anlässlich des städtischen Empfangs für die Schüler. „Wir dürfen nicht mehr in alte Denkmuster zurückfallen. Ich hoffe, dass die eine oder andere Freundschaft zwischen euch entsteht.“

„Die Partnerschaft zwischen Lüdinghausen und Neisse ist jetzt 24 Jahre alt (und die Schulpartnerschaft schon 30 Jahre!)“, ergänzte Karl-Heinz Kocar von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. „Der Schüleraustausch stand schon immer im Zentrum der Zusammenarbeit.“

Am Freitag waren die Schüler vom Liceum Carolinum eingetroffen, begleitet von Deutschlehrer Mieczyslaw Jaroszczyk und Geschichtslehrer Krzysztof Rithaler. Bis zu ihrem Abschied am Freitagabend werden sie ein umfangreiches Programm absolviert haben, ausgearbeitet von Sigrid Dorprigter und Dr. Georg Schütz, Lehrer am Canisianum. (In den letzten Tagen) standen unter anderem eine Fahrradtour (mit anschließendem Grillen) rund um Lüdinghausen und ein Stadtspiel auf der Agenda. Am heutigen Dienstag besuchen die Schüler Köln, am Mittwoch Münster. Am Donnerstag steht eine Paddeltour auf der Werse an.  

Regionale DPGs: Drittes Kooperationstreffen in LH

Vertreter der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Senden, des Komitees für Städtepartnerschaft sowie der DPG Lüdinghausen
Vertreter der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Senden, des Komitees für Städtepartnerschaft sowie der DPG Lüdinghausen, Foto © DPG Lüdinghausen

Zum dritten Male trafen sich am 31. März 2017 Vertreter der drei befreundeten Gesellschaften aus dem Kreis Coesfeld: von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Senden, dem Komitee für Städtepartnerschaft in Nottuln (Abteilung Chodziez) und von der DPG Lüdinghausen.

Ins Seppenrader Don-Bosco-Haus waren gekommen: Hans-Jürgen Pohl, Monika Degener und Andreas Janotta (Senden), Marga und Josef Lütkecosmann, Stefan Volpert und Renata Kaczmarek (Nottuln) und Anita Lisowska, Ursula Hölper, Edith Witt sowie Ingrid und Karl-Heinz Kocar (Lüdinghausen). Mit im Boot ist zwar grundsätzlich auch der Förderverein Münster - Lublin, der aber diesmal keinen Vertreter entsenden konnte.

Zunächst wollte man hören, welche Neuigkeiten es aus den drei örtlichen Gesellschaften zu berichten gab. Dabei war der Wille zu einer verstärkten Kooperation bei allen zu spüren. Dann sprach man noch einmal über die unterschiedlichen Motive und Prozeduren, die in den drei Orten zur Gründung der Gesellschaften geführt hatten. Danach wurden auch Strukturen der jeweiligen Partnerschaftsarbeit erläutert.

Schließlich ging es um einzelne Aktivitäten, wobei mit Freude festgestellt wurde, dass ein Konzert mit der Folk-Gruppe "Czerwony Tulipan" aus Olsztyn (Allenstein), eine Lesung mit dem Autor Kolja Mensing ("Legenden der Väter") aus Berlin sowie eine Exkursion von Landwirten aus dem Kreis Coesfeld in die Partnerstädte Koronowo und Chodzież beretis erfolgreich gemeinsam organisiert worden waren. In Zukunft will man noch mehr Projekte gemeinsam angehen und so Energien bündeln.

Stefan Volpert weckte mit seinem Hinweis auf einen internationalen Jazz-Workshop in Chodzież das Interesse der anderen, und Renata Kaczmarek erzählte von dem Nottulner Projekt literarisch-musikalischer Abendveranstaltungen, bei dem sie eine wichtige Rolle spielt. Ein Berufskolleg in Ahaus pflegt einen regelmäßigen Austausch mit einer Schule in Chodzież, den der in Nottuln lebende Lehrer Josef Lütkecosmann maßgeblich initiiert hat.

In Senden bilden Schülerinnen und Schüler von drei Schulen alle zwei Jahre eine Austauschgemeinschaft und fahren in die Partnerstadt Koronowo. Großes Gewicht legt die DPG Senden - so berichteten der Vorsitzende Hans-Jürgen Pohl sowie Monika Degener und Andreas Janotta - auch auf gesellige Veranstaltungen wie Fahrradtouren, gezielte Exkursionen sowie Bigos- und Grillabende.

Anita Lisowska und Karl-Heinz Kocar von der DPG Lüdinghausen berichteten mit Hinweis auf eine neue Werbebroschüre von einigen der vielfältigen kulturellen Veranstaltungen. Kunstausstellungen und Konzerte jeder Art weckten dabei das meiste Interesse der Freunde aus den Nachbarstädten. Nicht zuletzt auf diesem Felde eröffnen sich nach Meinung aller in Zukunft viele Möglichkeiten zur verstärkten Kooperation.

Jubiläumsfest im See-Restaurant: 20 Jahre Deutsch-Französische und Deutsch-Polnische Gesellschaft

Ein bisschen stolz sind die Deutsch-Polnische und Deutsch-Französische Gesellschaft Lüdinghausen schon, dass sie nun seit 20 Jahren wertvolle Vermittlungsarbeit zwischen den Partnerstädten Lüdinghausen und Nysa/Neisse sowie Lüdinghausen und Taverny leisten und so auch Vermittler zwischen unterschiedlichen historischen Erfahrungen und kulturellen Prägungen sein können.

Am 25. März 2017 feierten die beiden Gesellschaften im Restaurant am Klutensee gemeinsam ihr 20-jähriges Bestehen. Mitglieder aus beiden Gesellschaften, aber auch viele Freunde aus den Lüdinghauser Partnerstädten Taverny (F) und Nysa/Neisse (PL) sowie aus Senden und Nottuln waren dabei, insgesamt rund 100 Personen. Maria Edelbusch (DFG) und Karl-Heinz Kocar (DPG) fungierten als Gastgeber und äußerten in ihren Reden die Hoffnung, dass die Vision "Europa" nicht weiter Schaden nehme - angesichts der enormen Probleme, die es momentan zu bewältigen gebe.

Unter den Gästen auch Jolanta Barska, die zwischen 2006 und 2014 Bürgermeisterin von Nysa war. Sie betonte den Wert der persönlichen Freundschaften, die inzwischen beiderorts gewachsen seien und "noch hundert Jahre fortdauern" sollten. Neben Jolanta Barska war auch Dr. Beata Juralewicz aus Nysa angereist.

Jean-Francois Martiny sprach für alle sieben Freunde aus Taverny, die am Fest teilnahmen, und  betonte die historische Bedeutsamkeit der Partnerschaft zwischen einer deutschen und einer französischen Stadt, die in 2017 bereits 30 Jahre lang Bestand hat.

Auch Bürgermeister Richard Borgmann gratulierte und versprach, die Stadt werde bald einen Gingko-Baum pflanzen. Damit verband er den Wunsch, dass auch die Freundschaft zwischen den Deutschen und ihren Partnern in Frankreich und Polen weiter gedeihen möge.

Im Namen der drei Gäste von der DPG Senden schenkte Hans-Jürgen Pohl der DPG eine Baumscheibe mit "mehr als 20" Jahresringen - ein Hinweis darauf, dass die fruchtbare Arbeit der DPG auch weit über das 20-Jahre-Jubiläum hinaus weitergehen werde.

Maria Edelbusch stellte besonders die Pionierarbeit heraus, die der heute 84-jährige Aloys Beuers am Beginn der städtepartnerschaftlichen Beziehungen nach West und Ost geleistet hat. Der so Geehrte genoss die Anerkennung sichtlich, die durch lebhaften Beifall aller untermauert wurde.

Alle Anwesenden erlebten einen abwechslungsreichen Abend mit einem großen Büffet und gut aufgelegten Chorsängern aus Ascheberg, die als die „White Sox“ durch ein mit viel Humor gewürztes modernes Lied-Programm begeisterten.

Fotos © E.Bieronski

Jahresversammlung

Vorstand der DPG Lüdinghausen
Vorstand der DPG Lüdinghausen

Zu ihrer Jahresversammlung trafen sich am Wochenende die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) im Hotel Zur Post. In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden zunächst  ihrer verstorbenen Mitglieder, insbesondere des  im November verstorbenen Altbürgermeisters Josef Holtermann, der sich durch seinen persönlichen Einsatz große Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Nysa/Neisse erworben hat und zuletzt Beisitzer im Vorstand der DPG war. An seine Stelle rückte jetzt in einem Nachwahlverfahren Lothar Kostrzewa-Kock.

Vorsitzender Karl-Heinz Kocar ließ die Veranstaltungen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren: den Abend mit polnischen Märchen und Mythen, der im Rahmen der Lüdinghauser Märchenwochen im Seppenrader Heimathaus über die Bühne ging, die einwöchige Reise nach Stettin und Westpommern, die wieder von Achim Witt organisiert worden war, eine Lesung in der Stadtbücherei, bei der André Biakowski über seine intensiven Erfahrungen mit überlebenden NS-Opfern in Lodz berichtete, einen Abend über das  moderne Gesicht der polnischen Hauptstadt, den die gebürtige Warschauerin Anita Lisowska im Anschluss an einen ZDF-Doku-Film moderierte, sowie viel Geselligkeit beim Bigos-Essen und beim sommerlichen Grillfest.

Der Vorsitzende gab auch seiner Freude darüber Ausdruck, dass die DPG  wieder einige besondere Sportlerbegegnungen unterstützen konnte: Fußballkinder von Fortuna Seppenrade spielten ein Turnier in der Partnerstadt, Volleyballmädchen aus Neisse, in engem Kontakt mit ihren Freundinnen von Union 08, schlugen im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers  in der Sporthalle an der Tüllinghofer Straße auf, und Mitglieder des „Lauftreffs LH“ folgten im Juni einer Einladung zum „Bieg Nyski“, dem Neisser Stadtlauf. Beim Stadtfestlauf in Lüdinghausen wiederum waren auch Sportler aus Neisse dabei. Auch Begegnungen von Jugendlichen der beiden Lüdinghauser Gymnasien mit denen ihrer Neisser Partnerschulen hat es wieder gegeben. 

Landwirte aus dem Kreis Coesfeld besuchten im Mai ihre Kollegen in Koronowo und Chodzież, den Partnerstädten von Senden bzw. Nottuln, und erwarten demnächst den Gegenbesuch. Bei der Organisation mit dabei war auch die Lüdinghauser DPG, die ihrerseits bald einen Besuch in den Kreis Nysa/Neisse vorbereiten wird, mit dem Fokus auf die dort betriebene Landwirtschaft.

Auf dem Felde der Musik führen mittlerweile Kontakte zwischen dem Singekreis „Glocke“ und der „Camerata Nysa“ zu regelmäßigen Begegnungen. Zuletzt war die Lüdinghauser Chorgemeinschaft im Oktober zu Gast in der Partnerstadt. Anlass war das 10-jährige Bestehen der „Camerata Nysa“.

Der Vorsitzende berichtete auch von einer hochkarätig besetzten Konferenz im Auswärtigen Amt, zu der Repräsentanten verschiedener polnischer Gemeinschaften und Deutsch-Polnischer Gesellschaften von Außenminister Frank-Walter Steinmeier im November nach Berlin eingeladen worden waren.

Nachdem der Kassenbericht akzeptiert, zwei neue Kassenprüfer (Franz-Anton Ernst und Christa Holtmann)  bestellt und die einstimmige Entlastung des Vorstands erteilt worden waren, wurden die Vorhaben für das laufende Jahr vorgestellt:  zum Beispiel eine einwöchige Reise nach Lodz, eine 5-tägige Fahrt nach Neisse mit Tagesfahrten in alte schlesische Wallfahrtsorte sowie eine Beteiligung von Neisser Künstlern an der vom Kreis Coesfeld geplanten Ausstellung „Kunst im Park“ während des Stadtfestes im September.

Von besonderer Bedeutung ist für die DPG Lüdinghausen der Besuch ihres Bundesvorsitzenden Dietmar Nietan MdB aus Berlin, der am Freitag, 31. März um 18 Uhr im Seppenrader Don-Bosco-Haus in einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Polen in Europa.  Aktuelle politische Aspekte“ sprechen wird.

Am kommenden Samstagabend feiern die Deutsch-Polnische und Deutsch-Französische Gesellschaft aber erst einmal gemeinsam ihr 20-jähriges Bestehen mit einem großen Mitgliederfest im Restaurant am Klutensee. Auch privater Besuch aus den beiden Partnerstädten hat sich dazu angekündigt. 

Heißhunger auf Bigos

Fotos: © E.Bieronski

Mitglieder und Freunde der DPG  - vom Singekreis „Glocke“ bis zur Deutsch-Französischen Gesellschaft - nahmen sich im Pfarrsaal von St. Ludger reichlich Zeit, um mehrere Varianten des polnischen Nationalgerichts zu probieren, die schließlich in neun verschiedenen Küchen zubereitet worden waren.

Bigos ist ein Eintopf aus Weißkohl, Sauerkraut, Fleisch, pikanter Wurst, Pilzen, Gewürzen und anderen Zutaten, wie er in jedem polnischen Haushalt oftmals im Jahr auf den Tisch kommt, besonders gern in der kalten Jahreszeit. Mehrmals aufgewärmt entfaltet das Gericht erst  seinen vollen Geschmack, meinen nicht wenige.
Auf den von Frauen und Männern aus dem DPG-Vorstand gedeckten und dekorierten Tischen im Ludger-Pfarrsaal standen neben alkoholfreien Getränken auch polnisches Bier und französischer Rotwein. Mancher nahm nach dem Essen auch noch gern ein Gläschen Wodka zu sich.

Das gesellige Bigos-Essen im Januar oder Februar, zu dem die DPG seit ihrer Gründung vor 20 Jahren immer wieder einlädt, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auch diesmal waren rund 65 Personen erschienen. Und der gemeinsame Gesang deutscher und polnischer Lieder durfte diesmal ebenfalls nicht fehlen.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Vorsitzende Karl-Heinz Kocar den Abend unter das Motto „Gastfreundschaft“ gestellt, eine Besonderheit, die Menschen aus Lüdinghausen bei ihren Besuchen in der Partnerstadt Nysa/Neisse  immer wieder haben erfahren dürfen. Praktizierte Gastfreundschaft wie heute sei auch immer wieder ein deutliches Zeichen gegen Tendenzen der Abgrenzung, wie sie gerade auch in Europa – nicht zuletzt in Polen - zunehmend zu beobachten seien.